DIE NACHGEMACHTEN MENSCHEN

Sie sind ja alle so NETT!

Vorne herum. Solange das gerade angesagte Drehbuch eingehalten wird. 

Wo nicht, kann man staunend dabei zusehen, wie sie sich in die übelste Version eines nachgemachten Menschen verwandeln, die sich vorstellen lässt.

Vorspielen, was immer verlangt wird, hat seine Tücken. Man kommt damit nur bei Leuten durch, die selbst nichts anderes tun und genauso wenig Ahnung vom Real Thing haben wie man selber.

Solche Leute fühlen sich tatsächlich bestätigt, wenn alles um sie herum das aufführt, was von außen (von OBEN!) erst letztens zum Prinzip erklärt wurde- Das „tut man eben“, ganz ohne eigene Prinzipien zu haben. Die würden doch nur stören.            Fake-Prinzipien folgen jeder noch so schwachsinnigen neuen Mode.

Man braucht nur die gerade angesagten Standardsprüche herunterzuleiern, um vor jenen Integer zu wirken, die den Begriff neu definiert haben und jeden Tag nach Gutdünken anders definieren. Und um „dazuzugehören"  zum Chor der Nachplapperer. 

  Das Echte hingegen ist bei aller Standhaftigkeit nicht in Stein gehauen, seine lebendige Anpassung jedoch ist ein langsamer, sorgfältiger innerer Prozess und speist sich aus individueller Erfahrung. Es reicht weit tiefer als irgendein Befehl jemals reichen könnte. Man wechselt es nicht wie ein Hemd. 

Am sauersten stößt die Existenz des Echten immer den Fälschern auf - nicht nur den kleinen Nachmachern, sondern vor allem denen, die sich anmaßen, für alle anderen zu jeder Zeit willkürlich festzulegen, was deren „Werte und Grundhaltungen“ zu sein haben. 

Jene, die nicht anders können denn als Verkörperung des Echten herumzulaufen, indem sie Prinzipien LEBEN und Integrität VERKÖRPERN, die eben keiner Mode folgen, sondern ihnen immer eigen waren und immer eigen sein werden - die sind Windmachern und Windfähnchen gleichermaßen ein Dorn im Auge.

Deren Gegenwart lässt keinen Zweifel daran aufkommen, wie schäbig das Schauspiel ist, das die Windfähnchen da täglich, stündlich, in jeder Sekunde ihres Schein-Lebens für die Galerie aufführen. Unterwürfigkeitswettbewerb per Order de Mufti.   

 Wie könnte etwas einer Obrigkeit gefallen, worauf diese keinen Einfluss hat?

Nie zeigt sich die Überflüssigkeit von Herrschaft deutlicher als in diesem Kontrast. Das ist Umstürzlerei, ja Terror - jedenfalls in den Augen aller Herren und deren folgsamen Sklaven. In deren Welt DARF es nur das aktuell verlangte Als-Ob geben, sonst erbebt das ganze Lügengebäude bis in sein verrottetes Fundament.

Infolgedessen denunzieren die Sklaven fleißig, und die Herren statuieren daraufhin zur Abschreckung Exempel. Während das Brot künstlich verknappt wird, schießen die Spiele ins Kraut.

Das Imperium kollabiert hinter seinen gefakten Fassaden. Und nur EINE Sorte macht darauf aufmerksam. Die andern buckeln sich ebenso blind wie eifrig in den ihnen zugedachten Untergang.

Worte vom Mam-Mut aus der Schweiz (Der Autor ist der Redaktion bekannt) 

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